Neubau in Marl

Bericht aus der Hertener Allgemeine, aus der Serie Firmenporträt von “Dietmar Marciniak”

Herten. Der Mann verkörpert geradezu exemplarisch die positiven Eigenschaften des Ruhrgebiets: Fred Toplak, Inhaber einer Werbeagentur mit integrierter Werbetechnik in Herten, ist kreativ und bodenständig zugleich, kann als Chef ein harter Hund sein und ist überzeugter Teamplayer, geht neue Wege, verliert aber nie den Blick für das Machbare.

 

1984 hat der gelernte Schildermaler seine Firma als Ein-Mann-Betrieb in Gelsenkirchen-Buer gegründet. Bis 1994 war das Unternehmen in einem renovierten Fachwerkhaus in Herten-Transvaal ansässig. Dann stand der nächste Schritt bevor. Seit Februar 2012 hat die Firma ihren Sitz in Marl, direkt neben dem Praktiker-Baumarkt an der B225. “Dort finden wir ideale Arbeitsbedingungen vor“, freut sich der 52-Jährige. Gern wäre er auch in Herten geblieben, bekam aber nicht die notwendige Unterstützung. “Anscheinend ist ein Betrieb unserer Größenordnung für die Wirtschaftsförderer der Stadt Herten eher uninteressant.”

 

Dabei zählt Toplak mit mittlerweile zehn Mitarbeitern und knapp einer Million Euro Jahresumsatz schon zu den größeren Werbern im Revier. “Unsere Kunden sind vor allem Handwerksbetriebe, aber auch die Caritas, das Diakonische Werk, das Deutsche Rote Kreuz, die Vestische und die Kommunen.” Toplak bietet die gesamte Palette: Innen- und Aussenwerbung, Reklameschilder, Autobeschriftung, Fahnen, Banner, komplette Messestände, Ausleuchtung mit LED-Technik etc.

 

Das Hertener Unternehmen arbeitet schwerpunktmäßig im Ruhrgebiet, ist aber mittlerweile bundesweit tätig. “Unsere Kunden wissen es zu schätzen, dass sie bei uns alles aus einer Hand bekommen“, erzählt Toplak, “wir entwerfen Logos, entwickeln das Layout für Drucksachen und machen auch die Angebote für die Produktion.” Die Werbetechniker aus Transvaal betreuen einen Pool von rund 800 Stammkunden. “Wir sind mit den meisten Kunden per Du und suchen mit ihnen maßgeschneiderte Lösungen auf dem kurzen Dienstweg“, betont Toplak.

 

Der Schalke-Fan und bekennende Freund des Ruhrgebiets verrät auch gern das Erfolgsrezept seines Unternehmens. “Gute Mitarbeiter sind das A und O. Eine kaputte Druckmaschine können Sie am nächsten Tag ersetzen, aber kompetente Leute sind nicht so einfach zu finden.” Toplak ist immer auf der Suche nach geeigneten Nachwuchskräften. Im lauf des kommenden Jahres will er schon mal zwei Neue einstellen. “Ich kann mir vorstellen, dass wir irgendwann 20 Mitarbeiter haben werden.”

 

Qualität ist für Toplak oberstes Gebot. “Wir wollen unsere Kunden mit nachhaltiger Arbeit zufriedenstellen“, erläutert er seine Firmenphilosophie. “Ich will nicht die schnelle Mark machen, sondern wir setzen auf eingehende Beratung und guten Service.” “Vertrauen” und ” Eigenverantwortung” sind Begriffe, die immer wieder fallen. “Meine Leute arbeiten sehr eigenständig. Alle sind ungeheuer engagiert bei der Sache, da guckt niemand auf die Uhr, weil er pünktlich Feierabend machen will. Das Arbeitsklima bei uns ist ausgesprochen familiär, auch wenn ich als Chef nicht immer leicht zu nehmen bin.” Eben typisch Ruhrgebiet